Freitag, 6. Mai 2016

GRAND CANYON TRIP

Hello everybody!


Es tut mir wirklich Leid, dass ich erst jetzt mal wieder einen neuen Blogeintrag hochlade, allerdings sind gerade jetzt in den letzten 2 Monaten meine Wochenenden vollgepackt, sodass ich oft gar nicht so richtig zum bloggen komme.
Dieser Post widmet sich ganz dem Grand Canyon Trip vom letzten Wochenende. AFS hat mal wieder, nachdem wir schon einen Phoenix Trip im Januar hatten, einen wunderbaren 3-tägigen Ausflug mit allen Austauschschülern in Arizona organisiert. Am Freitag Morgen ging es in 6 Autos los zum Grand Canyon. Ich saß mit Mimi und Sidsel, meine besten Freunde hier, in einem Auto. Wir haben uns seit Februar nicht mehr gesehen und demzufolge hatten wir auch ziemlich viel zu bereden; Robert, der uns zum GC gefahren hat, müssen die Ohren abgefallen sein. Wie immer, wenn ich von einem Treffen mit anderen Austauschschülern berichte, muss ich euch sagen, wie unglaublich toll es ist mit Jugendlichen from all around the world über unsere Erfahrungen hier zu sprechen. Es ist ziemlich leicht richtig gute Freunde unter den Austauschschülern zu finden, da sie einen am besten verstehen, wenn man von positiven sowie negativen Dingen, die man hier in Amerika erlebt hat, berichtet. Bevor wir zu unserem Campingplatz gefahren sind, haben wir erstmal bei der weltbekannten Aussicht auf das Tal des Grand Canyons angehalten. Mimi und ich haben diese Aussicht bis jetzt nur auf Bildern gesehen, also mussten wir unsere Augen schließen und wurden von Sidsel und Robert zum Weltwunder geführt. Da staunte ich nicht schlecht, als ich die verschiedenen Orangetöne in Form von Gestein nun vor mir hatte. Wir nutzten sogleich die Gelegenheit um Fotos zu machen, was eine ziemlich gute Entscheidung war, da am Samstag es sehr regnerisch und neblig war.
Nachdem wir die Zelte aufegstellt haben, wurde es ziemlich kalt. Ja, ich weiß, ich lebe in Arizona, da ist es immer warm – FALSCH, die Wüste befindet sich nur im Süden, der Grand Canyon liegt im Norden, wo zurzeit teilweise immer noch ein bisschen Schnee liegt. Unser Wochenende war wirklich sehr kühl, jedoch haben wir nur Regen und keinen Schnee abbekommen. Aber die Kälte hat unsere Laune nicht verdorben; beim Lagerfeuer und warmen Chili-eintopf sowie heißer Schokolade saßen wir und genossen die Gemeinschaft. Viel wurde über Abschied und Abflug geredet, einerseits ein aufregender Gedanke, andererseits ein Gedanke, der einen ein bisschen verloren dastehen lässt. Eines der Dinge, die ich sehr vermissen werde, ist die AFS Gemeinschaft. Ich habe unglaublich wertvolle Freunde aus Dänemark, Italien, Ägypten, Marokko, Brasilien und Norwegen gefunden.
Samstag Morgen sollte es los zum Wandern gehen, jedoch spielte das Wetter nicht wirklich mit, sodass wir stattdessen einen Scavender Hunt gemacht haben. Das ist ein Spiel, wo man in Gruppen verschiedene Dinge auf dem Grand canyon finden musste. Dies war ein sehr guter Plan B für diesen Tag, da man trotzdem den Grand Canyon gesehen hat, obwohl man nicht im Tal wandern gehen konnte. Am Nachmittag sind wir im Bus um den Grand Canyon gefahren, wo es weitere Fotomöglichkeiten gab sowie viel Zeit zum reden. :)
Sonntag ging es zu einem Kino, um einen kurzen Film über die Geschichte des GrandCanyons zu sehen, und schließlich sind wir alle wieder zurück nach Phoenix gefahren. Wir hätten liebend gern noch mehr Tage zusammen gehabt, aber da hier in Arizona nun die letzen 3-4 Wochen Schule sind, mussten wir alle zurück, um uns den Tests zu beugen.
Morgen (07. Mai) gehe ich zum Prom! Ich gehe mit Matheus aus Brasilien zu seinem Prom, was heißt, dass ich leider nicht zu meinem Schulprom gehen kann, aber das ist okay, hauptsache ein Prom. :D
Bis bald Freunde & Familie! (Schwer zu glauben, dass ich hier nur noch 7-8 Wochen habe!)
Ulrike :-)

PS: Ich hoffe ich werde noch 1-2 Blogposts hochladen mit Bildern von Prom und um meine Gedanken zum Abschied festzuhalten, aber ich kann nichts versprechen, da der Blog zurzeit nicht im Vordergrund steht. 




Sidsel, Mimi und ich planen schon einen Road Trip durch Europa zusammen :D

Celeste und Andrea aus Bella Italia



Mittwoch, 6. April 2016

HAWAII

Aloha everybody!


Vor einem Jahr hätte ich darüber gelacht, wenn jemand mir gesagt hätte, dass ich im Früjahr 2016 für 8 Tage nach Hawaii fliegen würde. Nun kann ich sagen, dass dies tatsächlich möglich geworden ist dank AFS und BeloUSA. Gestern Abend bin ich aus dem Flieger gestiegen mit schwerem Herzen, da die letzte Woche einfach unglaublich toll war. Ich konnte (mal wieder) 50 neue Jugendliche aus 20 Ländern der Welt kennenlernen. Ich gewann neue Freunde aus Norwegen, Israel, Südkorea und Italien dazu. Die Belo-Mitarbeiter und Organisatoren waren klasse und ermöglichten uns eine fantastische Zeit ohne Beschwerden oder Klagen von unserer Seite ;-) .
Ich könnte über diese Woche einen ganzen Roman schreiben, aber um euch nicht zu langweilen, werde ich nur kurz über das Programm sprechen und dann die Bilder sprechen lassen.
Sonntag, 27.03. :
4:45 Uhr ging mein Alarm los, da mein Flug schon um 8 Uhr nach Honlulu startete. Glücklichwerweise flogen noch 4 weitere Austauschfreunde aus der Phoenix Area mit mir nach Oahu, sodass ich am Flughafen nicht mehr ganz so nervös war.
Nach ca. 7 Stunden im Flugzeug kamen im Hotel Queen Kapioli an, wo wir sobald mit anderen Austauschschülern zur Promenade gegangen sind.
Montag:
Catamaran-Tour und Freizeit am Strand. Wir sahen Delfine, genossen die Sonne und lernten uns alle ein bisschen besser kennen.
Am Nachmittag ging es zur City-Tour durch Honolulu.
Jeden Abend sind wir übrigens zu einem neuen Restaurant gegangen, was den Mädchen sehr gefallen hat, da wir uns immer ein bisschen aufhübschen konnten dafür. :-D
Dienstag:
Im Bus ging es zum North Shore um an einer Surfing Lesson teilzunehmen. Um ehrlich zu sein verlief dies nicht allzu erfolgreich für mich; als ich es endlich geschafft hatte auf dem Surfboard aufzustehen, bin ich auch sobald wieder ins Wasser gefallen.
Den Nachmittag und Abend verbrachten wir am Polynesian Cultural Center, wo wir Hennatatoos und Kokosnüsse bekommen, sowie Tanzunterricht nehmen konnten. In diesem Center wurden 7 Inselnationen durch verschiedenste Attraktionen, an denen die Besucher teilnehmen konnten, vorgestellt. Dies war sicherlich eines meiner Lieblingsevents!
Mittwoch:
Sandrine und ich sind früh erstmal joggen gegangen; ein perfekter Start zu einem wunderschönen Tag!
In Shuttles sind wir schließlich zum Hanauma Bay gefahren, wo wir mit Schnorcheln die Unterseewelt entdecken konnten. Ich sah Fische, die größer als mein Kopf waren und in Regenbogenfarben in der Sonne geglänzt haben und ein paar andere Schüler haben sogar Schildkröten entdeckt.
Am Nachmittag haben wir im nächstgelegenen Park Fußball, Volleyball, Frisbee und Football gespielt, bevor es am Abend zum HardRock Cafe Honululu ging.
Donnerstag:
An diesem Tag sind wir zu einem der schönsten Strände der WELT gefahren, Kailua Beach Park. Weißer Sand, türkises Meer, kein Müll, wenig Menschen.
Nachmittags sind wir zur größten Outdoor Shopping Mall der Welt in Honolulu gefahren, wo wir auch dann zum Abend gegessen haben, in einem Restaurant, dass sich in Sachen Dekoration an dem Film "Forest Gump" orientiert hat.
Freitag:
7:00 Uhr Yoga Class am Strand
9:00 Uhr Wanderung zum Diamond Head
11:00 – 17:00 Uhr Kayak Tour zu einer Insel
Dieser Tag war wahrscheinlich mein Lieblingstag, da ich viel neues entdeckt habe und ich so viel Sport machen konnte!
Samstag:
Am letzten vollen Tag auf Oahu sind wir zum Pearl Harbor gefahren, wo wir uns die USS Arizona ansehen konnte, die immer noch im Hafen unter dem Wasser liegt. Dies war sehr beeindruckend und sicherlich ein eher ernster Programmpunkt, der uns zum Nachdenken angeregt hat.
Danach ging es zu einem Markt, wo wir ganz viel Obst, Schmuck, und Hawaiian Kleidung kaufen konnten.
Am Abend fand schlielich eine Luau statt, eine traditionelle Hawaiian Party mit Hula Dancing und anderen Shows, sowie richtig gutem Essen.
Sonntag:
Um 10 Uhr ging es zum Flughafen; wir waren alle sehr traurig, dass die Zeit so schnell vergangen ist, aber die Erinnerung bleibt für immer, und ich bin unglaublich froh, dass ich an dieser Reise dran teilgenommen habe!!
Am Montag war ich in Gedanken noch in Hawaii mit meinen Freunden Celeste, caro, sofie, Mat, saleem, emilia und cecilie. Kennt ihr das Gefühl, wenn man sich so richtig unorientiert fühlt nachdem man vom perfekten Urlaub nach Hause kommt und man sich wieder im Alltag zurecht finden muss? Genauso ging es mir, aber ich bin froh darüber, da das heißt, dass diese Woche das Geld wert war und ich nun sooo viele schöne Erinnerungen dazu gewonnen habe.

Bye!
Ulrike :-)









Saleem und Emilia, die richtig gute Freunde von mir geworden sind



Hanauma Bay


Überall findet man Hühner rumlaufen auf :-D



Überreste von der USS Arizona im Pearl Harbor


Samstag, 20. Februar 2016

FEBRUARY UPDATE

Hello everybody!


It's been a while, I know...
Der Februar zog sich zugegebenerweise ein bisschen hin, da ich nun nicht mehr jeden Tag nach der Schule zum Fußballtraining muss, sondern nur noch 2 x die Woche und dies am Abend. Da ich nicht sehr viel für die Schule machen musste, wusste ich teilweise gar nicht, was ich am Nachmittag anstellen sollte. In den letzten Wochen bin ich meinem Alltag ganz normal nachgegangen, aber etwas Neues habe ich doch zu berichten - letztes Wochenende begann endlich die Soccer Travel Season mit unserem ersten Turnier! Wir hatten ein Spiel am Freitagabend, zwei Spiele am Samstag und ein Spiel am Sonntag. Ich liebe die Stimmung, die an Fußballfeldern herrscht. Es ist irgendwie entspannend zwischen den Spielen sich einfach auf die Wiese zu setzen und die Menschen auf den Fußballfeldern zu beobachten – da hat man einerseits natürlich die Spieler, die sich in der Hitze herumplagen müssen (in Arizona sind es nämlich schon teilweise um die 30°C am Mittag), aber es ist auch immer wieder faszienierend sich die Fans anzuschauen. Manche Familien bringen sogar ein Zelt mit, in dem sie, vor der Sonne geschützt, in ihren Campingstühlen ihre Kids anfeuern.
Am Sonntag Mittag konnten wir zwei Siege und zwei Niederlagen feststellen, was an sich ein ganz guter Start in die Saison ist, obwohl wir die zwei Spiele wirklich nicht hätten verlieren sollen...
Heute Abend gehe ich zu einem Basketball Play-Off Game mit Paula, eine spanische Austauschschülerin an meiner Schule, die eine wirklich gute Freundin geworden ist. Basketballspiele sind hier so beliebt wie Footballspiele, allerdings passen nicht ganz so viele Leute in die Sporthalle rein, weswegen Paula und ich rechtzeitig dasein müssen; ich freue mich schon!! Den morgigen Sonntag werden meine Gastfamilie und ich in Tucson verbringen, um Luke zu besuchen und um an einem AFS Rodeo Event teilzunehmen – ich bin schon sehr gespannt!
Wenn die nächste Schulwoche geschafft ist, ist es dann auch schon so gut wie März, was sich ein wenig unwirklich anhört, da es sich anfühlt wie als wäre ich erst gestern aus dem Flugzeug in Phoenix gestiegen. Im März werden wir eine Woche frei haben, unsere "Frühlingsferien" sozusagen, und extra zu den Ferien plane ich einen Trip auf Hawaii oder an die Ostküste mit belousa.com, die für die Austauschschüler super Programme zusammenstellen!
Tut mir Leid, dass dieser Blogpost ein wenig durcheinander ist, aber ich nutze diesen Post einfach um euch ein bisschen up-to-date zu bringen. Mir fällt gerade ein, dass vor zwei Wochen Julia und ich nach Glendale Downtown gefahren sind, wo das Glendale Chocolate Festival statt fand. Wir hatten wunderbares Wetter, sodass es ein perfekter Nachmittag war, an dem wir Schokolade gegessen und Limonade getrunken haben. Aber es gab nicht nur Schokoladenstände, sondern auch viele kleine hübsche Läden, die verschiedenste Sachen verkauften; schlussendlich kaufte ich mir ein wunderschönes Sommerkleid, das mein Herz ergattert hat. :-D Nach dem Festival bin ich noch ins Kino zu Pride&Prejudice&Zombies mit Yomna (aus Ägypten) und Marielle (aus der Schweiz) gegangen – ein wahrlich toller Tag!

Beide Bilder sind von dem Chocolate Festival


Nun ein kleines persönlicheres Update: Vielleicht fragt ihr euch, wie ich mich nun nach 6-7 Monaten hier in den USA fühle und wie zufrieden bin ich mit meinem Englisch? Wie waren meine Erwartungen vor diesem Jahr verglichen zu meinen jetzigen Erwartungen?
Zunächst muss ich sagen, dass ich immernoch sehr glücklich bin über die Entscheidung ein Auslandsjahr zu machen. Im Englischen gibt es das Wort "Comfort Zone", was übersetzt Komfortzone heißt, aber ich glaube nicht, dass jeder dessen eigentliche Bedeutung kennt. Die Comfort zone beschreibt einen Zustand, in dem man sich sehr wohl fühlt, da man alles unter Kontrolle hat, und nichts Neues kann in diese Zone eindringen und einen erschrecken. Dies klingt an sich ganz nett, aber an der Tür zu meiner English Class fand ich das Zitat, dass außerhalb der Comfort Zone die Magie passiert (Outside the comfort zone is where the magic happens). Und dies war mein Wunsch letztes Jahr. So sehr ich auch mein zu Hause liebte, so sehr ich auch die Kontrolle über meinen Alltag liebte, wusste ich, dass ich eine Veränderung in meinem Leben brauchte, um meinen Horizont zu erweitern und um schlussendlich auch einfach glücklicher zu werden. Ich wollte sehen was die Welt sonst so zu bieten hat, außerhalb der wunderschönen Stadt Radebeul. Nun nach bald 7 Monaten sehe ich vieles mit anderen Augen, und freue mich auf die Heimkehr. Nicht, weil ich es hier so schrecklich finde, im Gegenteil, sondern weil ich lerne zu schätzen, was ich zu Hause habe, und ich freue mich darauf meine neuen kulturellen Kenntnisse (=Essen) und neue Ideen zu hause miteinzubringen.

Manchmal oder auch oft war es schwierig ohne meine Familie hier zu sein; ich habe es nicht vielen erzählt, aber ich hatte oft Probleme meine Erwartungen in der Schule anzupassen, was für mich als relativ ehrgeizige Person ziemlich schwieirg war. So gut wie alle AFS Mitarbeiter/-innen haben mir in Deutschland erzählt, wie leicht die Schule hier ja ist, und dass man ohne Probleme A's bekommt. Mittlerweile kann ich zustimmen, dass vom Schwierigkeitslevel es wirklich nicht allzu hart ist, aber am Anfang meines Austauschjahres spielte die Sprachbarriere doch noch eine größere Rolle, und ich als eine Person, die sich doch ziemlich leicht über Sachen wie Schule verrückt machen kann, wurde es oft zu viel. Mein Anspruch war "straight A's" mit links und 40°C Fieber zu bekommen, aber Realität war, dass ich oft Nachmittage damit verbrachte zu lernen, nur damit ich mir beweisen konnte, dass ich doch eigentlich intelligent bin und meine Erwartungen einhalte. Und um ehrlich zu sein, will ich diese ersten Monate kein bisschen ändern; ich hatte viel Selbstzweifel und Schule war manchmal ein Grauen für mich (Gedanken können so viel beeinflussen, denn nun habe ich null problemo in die Schule zu gehen, einfach weil ich über Zeit meine Einstellung ändern konnte), aber ich habe immer weitergemacht und nun kann ich hier in Ruhe sitzen ohne mich über Hausaufgaben zu stressen und trotzdem sind meine Noten noch A's. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass nicht alles perfekt verlaufen ist bis jetzt, denn dies hat mich als Person in vielen Dingen weitergebracht, und das war mein Hauptziel für dieses Jahr. Und wie sagt man denn gleich – "No Pain, No Gain." (okay, dies bezieht sich mehr auf Fitness, kann man aber genauso auf die mentale Ebene bringen). Mit der Zeit konnte ich mir immer mehr vors Gesicht halten, dass es ja schon toll genug ist mit knapp 16 Jahren ins Ausland zu gehen, ohne irgendjemanden dort zu kennen; perfekte Noten sagen in diesem Jahr nichts aus, da ich die 11. Klasse sowieso nochmal machen muss.

Nun zu einem Thema, das gerne unter Austauschschülern diskutiert wird: Freunschaft. Zum Glück wusste ich, dass ich nicht sofort am ersten Tag neue beste Freunde finden würde. Eine gute Freundschaft zu bilden, dauert seine Zeit, und gerade als Ausländer ist es manchmal schwieirger als gedacht sich sprachlich auszudrücken und wirklich ernst genommen zu werden. Außerdem ist die Kultur, und demzufolge auch die Beziehungen untereinander, doch sehr anders verglichen zur deutschen Kultur, und bis man sich dem anpasst, vergehen schon ein paar Monate. Für mich habe ich zwei gute amerikanische Freundinnen gefunden. Mit einer von den beiden sitze ich auch zum Lunch zusammen mit ihrem Freundeskreis mit dem ich auch gut verstehe. Aber ich werde nicht lügen und muss sagen, dass ich am ehesten ich selber sein kann, wenn ich mit meinen Austauschfreunden zusammen bin. Zum einen, haben wir als Austauschschüler immer wieder viel zu bereden, da wir oft die selben Erfahrungen teilen, und wir alle lieben einfach unseren AFS Squad 2015/2016!! :-D
Ich fühle mich sehr wohl an meiner High school und ich rede auch oft mit verschiedenen Leuten, aber richtige Freunde zu finden, dauert seine Zeit und an American Highschools hat man in jeder Unterrichtsstunde am Tag neue Schüler in der Klasse, was es ein wenig schwieriger macht sie wirklich kennenzulernen. Aber ob man nun 1000 Freunde hier hat oder nur zwei, hauptsache man fühlt sich akzeptiert so wie man ist und man ist nicht allein. 


Zu meinen Erwartungen bezüglich der Englischen Sprache kann ich zunächst sagen, dass sich mein Englisch aufjedenfall verbessert hat und ich merke wie einfach es wird normale Konversationen zu halten, jedoch kann ich auch feststellen, wie viel ich noch zu lernen habe, um zu 98% flüssig zu werden (98%, weil ich glaube, dass ich mich nie zu 100% mit der englischen Sprache identifizieren könnte). Manchmal bin ich ein wenig niedergeschlagen, weil ich dachte, dass mein Englisch so gut wie perfekt wäre nach 6 Monaten (ich weiß, eine leicht unrealistische Erwartung ;-) ), aber oft kommt es einfach auf meine Tagesform an und wie selbstbewusst ich mich fühle. Wenn ich mit meinen Freunden rede, kann ich oft relativ flüssig und zu 85% fehlerfrei reden, aber sobald ich mich ein wenig eingeschüchtert oder unwohl fühle (wenn ich zum Beispiel vor der Klasse reden muss), dann geht in meinem Kopf ein Mischmasch aus Deutsch und Englisch los oder ich kann gar nicht denken und meine Antwort sieht ungefähr so aus: "Äähmm.... Potato...". Aber das ist in Ordnung und dies erlebt sicher jeder Austauschschüler mehrmals im Jahr (im Monat/in der Woche, jenachdem).
Sooo, dies war ein doch längerer Blogpost als gedacht, aber ich hoffe, ich konnte vielleicht ein paar Fragen beantworten, und nun wisst ihr auch wieder ein bisschen mehr über mein Leben hier Bescheid.
Ich wünsche meinen Freunden noch wunderbare Winterferien!

Bye!
Ulrike :-)